Biographie

Es gibt Sänger, deren Relevanz ergibt sich aus der Zahl ihrer TV-Auftritte oder ihrer Schlagzeilen in der Presse. Darin erschöpft sie sich aber auch. Und es gibt Sänger, bei denen ist ausschlaggebend einzig und allein ihre Musik. Der Sänger aus Sachsen Anhalt, Songschreiber und Autor Ulli Schwinge ist so einer. Die wenigsten kennen sein Gesicht, sein Name ist eher etwas für die Insiderabteilung. Aber wenn seine Songs in den deutschen Radiosendern laufen, dann gehen Dutzende Hörer auf die Suche nach den Liedern und ihrem Sänger. Erstaunlich insofern, als ihnen all das fremd ist, was heutige Schlagerproduktionen ausmachen. Keine Keyboardsounds, keine Stampfbeats, keine Mitklatsch-Rhythmen; seine Kompositionen haben mehr als drei Akkorde und seine Texte lassen bekannte Klischees vermissen. Vielleicht ist es diese Andersartigkeit, die den Erfolg seiner Musik ausmacht.
Vier Jahre nach seiner Geburt begann das alles - das mit der Musik. Als vierjähriger kleiner blonder Knabe durfte Ulli Schwinge Abend für Abend an der Oper in Halle bei der Aufführung der Zauberflöte singen. In einem Korb heruntergelassen sang er die Arie „Bald prangt den Morgen zu verkünden...“ Und schon damals spürte er dieses unglaubliche Gefühl, wenn der Beifall aufkam: „Das ist meine Welt - auf der Bühne stehen und singen.“ Im zarten Alter von vier Jahren auch schon das Konservatorium in Halle besuchen zu dürfen (müssen), war damals aber dann doch nicht unbedingt sein Wunsch. Das wollten seine Eltern so. Heute ist er unendlich dankbar für über 15 Jahre klassische Klavierausbildung. Der Fleiß, den der junge Ulli am Klavier entwickelte, hatte die ersten Jahre nur einen Grund: „Ich blickte zu meinem Klavierlehrer auf wie zu einem Gott. Ihm wollte ich immer gefallen. Es war das Größte für mich, von ihm gelobt zu werden.“ Was als Gefallsucht gegenüber dem Lehrer begann, verlagerte über die Jahre seinen Schwerpunkt auf die Liebe zur Musik und zu seinem Klavier. Bis heute ist Musizieren für ihn ein Handwerk, das erlernt, geübt und gepflegt werden will.   [...weiter...]